Das Plastikproblem bekämpfen - Unternehmen die Mut machen


In unserem letzten Blog Artikel haben wir versucht deutlich zu machen, dass wir dringend etwas tun müssen, gegen die Verschmutzung der Weltmeere. Aber nicht nur dort. Die Zeit läuft uns davon und unsere, sowie die Lebensgrundlage vieler Tierarten, wird von Tag zu Tag mehr zerstört und vergiftet. Wodurch? Durch das Plastikproblem!
Die gängigsten Tipps zur Plastikvermeidung im Alltag hat jeder von uns schon mal irgendwo gesehen oder gehört. Aber nicht nur wir als Konsumenten bzw. Einzelpersonen müssen zur Verantwortung gezogen werden, denn ebenso wichtig sind Firmen und Organisationen, die etwas gegen das Plastikproblem unternehmen und neue Wege einschlagen.
Schließlich müssen wir auch die Möglichkeit haben als Endverbraucher auf nachhaltige und plastikfreie Alternativen zurück zu greifen – all der Wille und die Entschlossenheit zur Veränderung bringen am Ende nicht viel, wenn die Wirtschaft nicht mit macht und die Politik keine neuen Wege ebnet und alles weiterhin nur rein auf Wachstum fixiert ist.
Deshalb möchten wir euch heute einige Vorreiter vorstellen, die sich genau dieser Herausforderung stellen und Mut machen auf dem Weg raus aus der Plastikkrise:
 

Kipli – nachhaltige Bettware

Von der Matratze, über das Polsterbett, bis hin zu Bettdecke, Kissen und Matratzenschoner – all das bekommt Ihr bei Kipli. Antoine Loredo und Davide Ballotta gründeten 2017 das Unternehmen mit dem Vorsatz durch Ihre Produkte Zubehör für das nachhaltige Schlafzimmer anzubieten. Schadstofffrei und aus natürlichen Inhaltsstoffen.
Faire Preise und Langlebigkeit stehen dabei im Fokus. Das Kernprodukt der Marke, die Matratze, besteht aus biologisch abbaubarem Naturlatex sowie einem Bezug aus Bio-Baumwolle. Die Herstellung findet nach langer Handwerkstradition in Italien statt. Anschließend wird die Naturlatexmatratze ohne Zwischenhändler zu einem fairen Preis verkauft.
Kipli stellt damit eine natürliche Alternative zu herkömmlichen Matratzen, denn diese sind oft synthetischer Natur. Hergestellt aus erdölbasierten Materialien mit chemischen Bestandteilen. Gerade der Schlaf ist für uns so wichtig und die Schadstoffe, die wir in der Nacht unbewusst in unserem Körper aufnehmen, sind vermeidbar.
Kipli engagiert sich außerdem für die Umwelt. Sie sind Teil der Organisation 1% for the planet und spenden zusätzlich 1% deines Einkaufes an Organisationen, die sich für Umweltschutz einsetzen! 
Die kostenlose Lieferung, 10 Jahre Garantieversprechen und die Möglichkeit die Matratze 30 Tage zu testen, gibt es von Kipli gratis dazu! 
 

BIO-LUTIONS – Adé Einweggeschirr 

Bio Lutions
*Urheber der Bilder ist die Firma BIO-LUTIONS
Verpackungen und Einweggeschirr aus Plastik stellen ein enormes Problem dar. Gerade in diesen Corona gebeutelten Zeiten, wo Essen zum Mitnehmen immer mehr an Popularität gewinnt, nimmt die Bedeutung von nachhaltigem Einweggeschirr zu. Um der Plastikkrise und Vermüllung der Umwelt entgegen zu treten gründeten Eduardo Gordillo und Stefan W.Dircks 2017 das Start-up BIO-LUTIONS.
Das Unternehmen stellt anstatt den Wegwerfartikeln aus Plastik mit einer eigens entwickelten und patentierten Technologie eine Alternative aus natürlichen Rohstoffen her. Ohne Bindemittel, ohne Chemikalien. Hierzu bedienen Sie sich an weltweiten landwirtschaftlichen Agrarresten, wie zum Beispiel Zuckerrohrblättern oder Bananenstämmen. Die Reste, die sonst in der Tonne landen, werden zu Geschirr und bieten den Bauern eine zusätzliche Einnahmequelle durch deren Verkauf.
Eine Kooperation mit einem großen Lieferdienst, nämlich Delivery Hero, ist unter anderem schon beschlossen. In Ihrem Repertoire befindet sich Einweggeschirr, Verpackungen und medizinisches Equipment. Alles im Kampf gegen die Plastikkrise. Wir sind gespannt, wo uns die innovativen Produkte von BIO-LUTIONS im Alltag vielleicht bald über den Weg laufen werden.
 

PlasticFischer

Plastic Fischer

Die drei Jungs Georg, Karsten und Moritz, die sich hinter PlasticFischer verbergen, haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Plastikkrise in den Weltmeeren zu reduzieren. Sie arbeiten in Indonesien durch eigens entwickelte Barrieren an der Säuberung von Flüssen und versuchen so dafür zu sorgen, dass der Plastikmüll, welcher die Meere durch die Flussmündungen erreicht, gar nicht erst dort ankommt.
Durch Aufklärung vor Ort und der Zusammenarbeit mit Einheimischen, wollen Sie die Bevölkerung für das Thema außerdem sensibilisieren. Die Materialien für die Säuberungsbarrieren stammen aus lokalen Geschäften, womit zusätzlich die inländische Wirtschaft unterstützt wird. Die Einheimischen, die am Projekt mit arbeiten werden natürlich ebenfalls fair bezahlt
 

Waves

Auf der wave of change reiten nicht nur wir mit Oceanmata, sondern auch das Unternehmen Waves. Sie haben eine IT-Plattform für unternehmerisches Nachhaltigkeitsmanagement ins Leben gerufen.
Diese macht es möglich, den Nachhaltigkeits-Footprint in Echtzeit für alle Industriebranchen zu berechnen. So kann man sich auf dieser Plattform zum Beispiel einen Überblick verschaffen, wie es um die CO2-Emissionen für Transport und Logistik im eigenen Unternehmen bestellt ist.
Anschließend gibt es auch Optimierungsmöglichkeiten, indem einem aufgezeigt wird, was die größten CO2-Verursacher sind und wo Verbesserungspotenzial gibt. So wird Nachhaltigkeit sichtbar und transparent!
 

Plasticfreeworld

Die Plattform Plasticfreeworld stellt dir drei Werkzeuge zur Bewältigung der Plastikkrise zur Verfügung:
Erstens ein weltweites Branchenbuch, dass es dir als Unternehmer ermöglicht Hersteller aus aller Welt ausfindig zu machen, die plastikfreie B2B Produkte anbieten!
Zweitens einen eigenen Marktplatz wo du auch als Privatperson von Mode, über Uhren & Schmuck, bis hin zu Tierbedarf alles bekommst, indem du dadurch kleine Labels unterstützt, die Ihre Produkte hier vertreiben.
Und zu guter Letzt eine eigene Community, in der du dich mit Gleichgesinnten vernetzen und austauschen kannst! Die Vision von Plasticfreeworld ist es, den durchschnittlichen Plastikverbrauch eines jeden Menschen um 30% reduziert zu haben
 

Loop GmbH & Co. KG

Werbemittel sind kräftige Marketingwerkzeuge. Schon immer und auch heute noch. An der Stelle findet sich oft billige Plastik-Massenware wieder, aber Loop möchte an der Stelle einen Unterschied machen.
Anstatt einer Flut an Plastikartikeln bieten Sie Unternehmen die Möglichkeit nachhaltige Produkte an Ihre Kunden zu verschenken.
Sie setzen auf recyceltes Material, Mehrwegprodukte, sowie Plastik- und BPA-Freie Materialien. 1 % des Warenwerts jeder Bestellung wird zudem an die Umweltschutzorganisation OceanCare gespendet.
 

Landpack GmbH

Im Bereich Logistik und Transport fällt immer noch haufenweise Plastikmüll an. Die Landpack GmbH packt dieses Problem am Ansatz und hat die weltweit erste umweltfreundliche Isolierverpackung erfunden, die dem Styropor in seiner Eigenschaft in nichts nachsteht.
Styropor ersetzen sie ganz einfach mit der Naturfaser Stroh – schließlich handelt es sich hier um einen nachwachsenden Rohstoff, der mehr als genug vorhanden ist. Auf Zusatzstoffe wie Kleber wird verzichtet
 

Creapaper

Uwe D’Agnone, Geschäftsführer der Firma Creapaper, hat es sich mit seinem Unternehmen zur Aufgabe gemacht, anhand eines patentierten Verfahrens aus Gras Papier und Pappe herzustellen. Das Endprodukt ist vollständig recyclingfähig und kompostierbar und kommt ohne den Einsatz von Chemie bei der Herstellung aus.
Einige Supermarktketten nutzen das Papier auch schon für die Verpackungen von diversem Obst oder Gemüse. 
Auch du kannst dich neben deinem privaten Umfeld an deinem Arbeitsplatz mal umschauen und einen Blick hin zu dem verantwortungsvollen Umgang mit Plastik wagen.
Wenn du Handlungsbedarf in deiner Firma siehst, sprich mit deinen Vorgesetzten und liefere Verbesserungsvorschläge.
Hier ein paar Anreize für einen Wandel auch in deiner Firma
 
 Plastikabfall identifizieren
Schau dich mal in der Firma um. Wo wird immer Plastik verwendet? Gibt es Alternativen? Wenn ja, welche und wie praktikabel und anwendbar sind diese für deinen Betrieb?
 

 Mehrwegverpackungen bevorzugen

Bei der Wahl der Lieferanten, kann man selektieren, indem man darauf schaut, ob diese Mehrwegverpackungen anstatt Einwegverpackungen anbieten. Die Botschaft der Nachhaltigkeit lässt sich auch gegenüber Lieferanten und Kunden wunderbar kommunizieren und so ein Stück weit in die Welt tragen.

 Einwegflaschen vermeiden

Egal ob für die Bewirtung von Kunden oder Mitarbeitern, die klassischen Einwegflaschen müssen nicht mehr sein. Mit einem Wasserspender mit Leitungsanschluss lässt sich der Plastikmüll zum Beispiel drastisch reduzieren.
Einige Ansätze bekommst du vielleicht auch durch die Unternehmen, die wir oben vorgestellt haben. 
 

Was du sonst noch tun kannst:

Eine Petition unterschreiben tut keinem weh und ist kostenlos. Trotzdem kannst du deine Stimme in diesem Rahmen erheben. Der WWF setzt sich zum Beispiel gerade für eine globale, rechtlich bindende UN-Konvention ein, mit der sich jedes Land verpflichtet die Plastikkrise bis 2030 zu beenden.
 
  • Dein gebrauchter Mundschutz und benutzte Gummihandschuhe gehören NICHT in den gelben Sack und auch nicht in die Natur, sondern in den Restmüll!
  • Ab dem 03.07.2021 sollen in allen EU-Staaten Wegwerfartikel wie Einwegbesteck und Teller, Plastikstrohhalme, Wattestäbchen und Luftballonstäbe aus Plastik, und einiges mehr, verschwinden. Aldi, Netto und Lidl haben sich vorgenommen der Politik voraus zu sein und schon vor dem 03.07. die beschlossenen Artikel aus dem Sortiment zu nehmen.
  • Der Export von deutschem Plastikmüll ist nach wie vor noch gängig. Am meisten Plastikabfall geht nach Malaysia, mit rund 151.000 Tonnen im Jahr 2020.
        Die gute Nachricht: 2020 waren es immerhin 32.000 Tonnen weniger als im Vorjahr. Oft unklar ist, was tatsächlich dort mit dem Müll passiert.
 

Diese Unternehmen sind zum Beispiel schon zu Vorreitern geworden:

 Der Spielwarenhersteller Lego will seine gesamte Verpackung bis 2025 umstellen.
Die Schachteln mit den bekannten bunten Spielsteinen sowie die darin enthaltenen Tüten sollen bis 2025 komplett aus recycelten Komponenten bestehen. Eine Veränderung in diesem Zusammenhang: Die              Packungen sind nach Angaben des Unternehmens inzwischen 14 % kleiner als noch vor 5 Jahren.
Das spart pro Jahr 3000 Lastwagenladungen, und 7000 Tonnen Kartonagen ein.
Auch Frosta geht mit gutem Beispiel voran. Die Firma will in Zukunft auf eine reine Papierverpackung setzen und damit auf die gängigen Plastikbeutel verzichten. Schrittweise wird die Umsetzung vorgenommen.
40 Millionen Plastikverpackungen könnten alleine durch Frosta dadurch eingespart werden.

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