Ein Ingenieur bei Airbus. Sicheres Gehalt. Gute Karriere. Ein Job, um den dich viele beneiden. Und dann kündigst du. Mitten in Corona. Um Plastik aus dem Meer zu fischen. Klingt verrückt? Willkommen in meinem Leben 🌊
Mein Name ist Dominik Karl, ich bin der Gründer von Oceanmata. Und das hier ist die Geschichte, wie ein Kitesurfer aus Süddeutschland über Airbus, Sri Lanka und Bali dazu kam, ein Unternehmen zu gründen, das den Ozean ein Stück sauberer macht.
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Kapitel 1: Ein Junge, ein Kite und eine Seilwinde 🪁
Alles beginnt am Baggersee. Ich bin 12, habe mir heimlich einen Kite auf eBay bestellt und bringe mir selbst das Kitesurfen bei. Das Ergebnis: ein gebrochener Arm. Und eine Leidenschaft fürs Leben.
"Ich habe mit 12 angefangen Kitesurfen. Das hat mir diese Verbundenheit zum Ozean gezeigt."
Von da an war ich besessen. Jedes Wochenende an die Nordsee, jede Ferien auf dem Wasser. Ich wurde richtig gut – so gut, dass ich die ersten Sponsoren bekam und ernsthaft darüber nachdachte, Profi zu werden.
"Ich war früher so an dem Sprung, dass ich es geschafft hätte, Kitesurfen professionell zu machen. Ich habe die ersten Sponsoren bekommen."
Aber Süddeutschland und Profisport auf dem Wasser – das passt nicht zusammen. "Die extreme Distanz zum Meer – es ist schon gut, wenn man am Meer wohnt, um Kitesurfen wirklich gut trainieren zu können." Also tat ich das, was ich am besten konnte: eine Lösung finden.
"Ich habe mir damals selbst eine kleine Wakeboard-Anlage gebaut, eine Seilwinde, damit ich üben konnte wenn kein Wind war."
Ein Teenager, der sich selbst eine Seilwinde baut, um trotz fehlendem Wind zu trainieren. Rückblickend war das schon der Ingenieur in mir – und der Unternehmer. Wenn du die ausführliche Kitesurf-Story lesen willst, schau dir Kitesurfen an der Nordsee an.
Kapitel 2: Airbus – Duales Studium und sichere Karriere ✈️
Der Traum vom Profisport war vorbei, aber ich brauchte einen neuen. Die Wahl fiel auf Maschinenbau – ein duales Studium an der DHBW Heidenheim in Kombination mit Praxisphasen bei Airbus.
Das war eine intensive Zeit. Theorie an der Hochschule, Praxis bei einem der größten Luft- und Raumfahrtunternehmen der Welt. Ich lernte, wie man komplexe Probleme systematisch löst, wie man in großen Teams arbeitet, wie man Projekte von der Idee bis zur Umsetzung bringt.
Wie die DHBW es später beschrieb: "Die Erfahrung bei Airbus hat sich perfekt mit dem theoretischen Wissen verknüpft." Und das stimmt. Alles, was ich dort gelernt habe, nutze ich heute bei Oceanmata – nur dass ich jetzt keine Flugzeuge baue, sondern ein System, das den Ozean vom Plastik befreit.
Airbus war ein großartiger Arbeitgeber. Sicheres Gehalt, spannende Projekte, gute Kollegen. Aber tief in mir wusste ich: Das ist nicht mein Endpunkt. Irgendetwas fehlte.
Kapitel 3: Der Wendepunkt – Sri Lanka und die Erdrückende Wahrheit 🇱🇰
Dann kam Sri Lanka. Matara, ein kleines Dorf an der Südküste. Ich war dort zum Surfen – und wurde mit einer Realität konfrontiert, die ich so nicht erwartet hatte.
"Das begann in Matara, einem kleinen Dorf in Sri Lanka. Ich war dort zum Surfen und die Menge an Müll war erdrückend."
Plastik. Überall. Am Strand, in den Straßen, in den Flüssen. Und abends, auf dem Heimweg von der Surf-Session, sah ich es immer wieder:
"Abends auf dem Heimweg habe ich oft gesehen, wie der Wind den ganzen Müll ins Meer weht."
Das war kein abstraktes Umweltproblem mehr, das du in einer Doku siehst. Das war real. Direkt vor meinen Augen. Das Meer, das ich so liebte, wurde zur Müllkippe. Und niemand tat etwas dagegen.
Kapitel 4: Bali – Der Einheimische in Medewi
Auf Bali wurde das Bild noch schärfer. In Medewi, einem kleinen Surferdorf an der Westküste, traf ich einen Einheimischen, der jeden Tag allein am Strand Plastik sammelte. Ohne Bezahlung. Ohne Organisation. Einfach, weil er es für richtig hielt.
Dieser Mann hat mich mehr gelehrt als jedes Seminar über Nachhaltigkeit. Wenn ein Mensch, der selbst kaum genug hat, jeden Tag für den Ozean aufsteht – was ist dann meine Ausrede?
Die Antwort: Es gibt keine. Mehr zu Medewi findest du in unserem Artikel Medewi, Bali – Plastik-Hotspot und Oceanmatas Heimat.
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Kapitel 5: Die Kündigung – 2020, mitten in Corona 🦠
2020. Die Welt steht still. Lockdown. Unsicherheit überall. Und was mache ich? Ich kündige meinen sicheren Job bei Airbus.
Meine Familie dachte, ich spinne. Meine Freunde waren skeptisch. Und ehrlich gesagt hatte ich selbst Angst. Aber ich wusste: Wenn ich es jetzt nicht mache, mache ich es nie.
Die Idee war klar: Plastik nicht als Müll sehen, sondern als wertvollen Rohstoff. Produkte entwickeln, die Menschen lieben – und mit jedem verkauften Produkt 1 kg Plastik aus dem Ozean holen. So entstand Oceanmata.
Wie die Augsburger Allgemeine es später zusammenfasste: "Eine nachhaltige Handyhülle kaufen und damit ein Kilogramm Plastik aus dem Meer holen." So einfach kann Ozeanschutz sein.
Kapitel 6: Die Krise – 2021, wenn Wachstum zum Problem wird 📉
Was viele nicht sehen: Der Weg war alles andere als geradlinig. 2021 kam die erste große Krise.
Wir waren zu schnell gewachsen. Zu viel bestellt, das Lager voll, das Weihnachtsgeschäft lief nicht wie geplant. Ich saß da und schaute auf ein sinkendes Bankkonto – und fragte mich, ob das alles ein riesiger Fehler war.
Es waren harte Monate. Schlaflose Nächte. Momente, in denen ich zurück zu Airbus wollte. Aber dann dachte ich an den Mann in Medewi. An die Berge von Plastik in Sri Lanka. An all die Menschen, die uns geschrieben hatten, dass Oceanmata ihnen Hoffnung gibt.
Also habe ich mich hingesetzt und alles umgebaut. Nicht mehr nur Wachstum um jeden Preis. Sondern: mit kleinen Dingen Großes bewirken. Weniger Produkte, aber bessere. Weniger Geschwindigkeit, aber mehr Substanz. Und vor allem: die Mission nie aus den Augen verlieren.
Kapitel 7: Zurück zur Mission – Der echte Kompass 🧭
Die Krise war der beste Lehrer. Sie hat mir gezeigt, dass Oceanmata mehr sein muss als ein Shop. Es muss eine Bewegung sein. Eine Community von Menschen, die verstehen: Jede kleine Entscheidung zählt.
Wir haben alles auf die Kernmission fokussiert:
- 1 Produkt = 1 kg Plastik aus dem Ozean – messbar, transparent, real
- Team Medewi: 11 Mitarbeiter auf Bali, die täglich Ocean Plastic sammeln
- Community: Über 165.000 Ozeanheldinnen und Ozeanhelden
- Produktion: Made in Augsburg – kurze Wege, hohe Qualität
2025 erhielten wir die Auszeichnung "Made in Augsburg" von der DAZ – eine Anerkennung, die zeigt, dass Nachhaltigkeit und lokale Wertschöpfung zusammengehören.
Kapitel 8: Heute – 300.000 kg und eine Vision 🌍
Stand heute haben wir über 300.000 kg Ocean Plastic aus dem Meer geholt. Das sind 300 Tonnen. Dreihundert. Tonnen.
Manchmal muss ich mir das selbst laut vorsagen, um es zu begreifen. Was mit einem Teenager am Baggersee begann – mit einem billigen Kite von eBay und einem gebrochenen Arm – hat sich zu einer Bewegung entwickelt, die tausende Menschen verbindet.
Unser Team auf Bali – 11 großartige Menschen – steht jeden Morgen auf und sammelt Plastik. Nicht weil es glamourös ist. Sondern weil es notwendig ist. Und weil es funktioniert.
Meine Vision: Plastik wird irgendwann nicht mehr als Müll gesehen, sondern als das, was es ist – ein wertvoller Rohstoff, der nicht im Ozean landen darf. Und bis dahin? Holen wir ihn raus. Kilogramm für Kilogramm.
Was ich von dieser Reise gelernt habe
Wenn ich heute zurückblicke – vom Baggersee über die Nordsee, Airbus, Sri Lanka, Bali bis nach Augsburg – dann sehe ich einen roten Faden: Mach das, was sich richtig anfühlt, auch wenn es verrückt wirkt.
Einen Kite auf eBay kaufen mit 12? Verrückt. Eine Seilwinde bauen? Verrückt. Einen sicheren Job kündigen, um Plastik aus dem Meer zu holen? Definitiv verrückt. Aber genau diese verrückten Entscheidungen haben mich hierher gebracht.
Und das Schönste: Ich mache das nicht allein. Ich mache das mit über 165.000 Menschen, die jeden Tag beweisen, dass man mit kleinen Entscheidungen Großes bewirken kann.
Werde Teil der Story 💙
300.000 kg Plastik aus dem Meer – und wir fangen gerade erst an
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