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Logos

Fragen und Antworten:

von Dominik (Gründer Oceanmata)

Was bedeutet das Logo?


Die Welle im Logo symbolisiert den Ozean und das Wasser, die zwei Blätter symbolisieren das Festland und die Erde. Eingeschlossen von dem Kreis, der unsere Weltkugel darstellen soll und gleichzeitig auch für die Vision von Oceanmata steht, einen geschlossenen Kreislauf zu erreichen.



Was bedeutet „Oceanmata“?


Ocean steht für die Meere und Ozeane, mit denen Oceanmata sich verbunden fühlt und für dessen Schutz sich Oceanmata einsetzt. 


Mata ist abgeleitet von der Stadt „Matara“ in Sri Lanka. Dort ist damals die erste Idee für eine kompostierbare Handyhülle in Verbindung mit einem Ocean Clean Up Projekt entstanden. 



Wie bist du auf diese Idee gekommen? Was hat dich inspiriert und motiviert?


Die Idee dazu ist auf einem Surftrip mit meiner Freundin entstanden. 2018 waren wir mit dem Rucksack in Sri Lanka unterwegs und zu dieser Zeit ist uns sehr krass bewusst geworden, wie heftig das Plastikproblem besonders in asiatischen Ländern ist. Egal wo man hinsieht, überall türmt sich Plastikmüll und selbst die wunderschönen Strände sind immer wieder übersäht von angeschwemmtem Ozean Plastik. 

Als wir damals im „The Surfer Hostel“ in Weligama untergekommen sind, haben wir nach einer langen Surfsession noch etwas in der Hängematte in der Roof Top Bar gelegen. Dort stand an einem großen schwarzen Brett, der einfache Satz „Everytime you go to the beach pick up three pieces of plastic“.

Zu diesem Zeitpunkt dachte ich mir, dass das eine wirklich geniale Idee ist. Allerdings sollte man nicht nur die Leute im „The Surfer Hostel“ dazu bewegen, bei jedem Gang zum Strand drei Stücke Plastik aufzuheben, sondern am besten so viele Menschen wie möglich. 

So entstand die Idee etwas aufzubauen, was genau diese Message an sehr viele Leute weiterträgt: Mit jedem kleinen Schritt kann Großes bewirkt werden — es müssen nur genügend Menschen mitmachen.

Da ich zu dieser Zeit bereits neben meinen Maschinenbaustudium Handyhüllen aus Holz verkauft habe, kam schnell die Idee auf eine Handyhülle zu entwickeln, die komplett biologisch abbaubar ist. Durch die Verkaufserlöse wird letztendlich ein Ocean Clean Up Projekt aufgebaut, um für jede verkaufte Hülle mindestens 1 KG Ozean Plastik zu sammeln.


2019 waren meine Freundin und ich wieder zum Surfen unterwegs und dieses mal reisten wir nach Indonesien, auf die Inseln Java und Bali. Zu der Zeit hatte ich bereits mit zwei Studenten begonnen eine Studienarbeit über die „Herstellung einer kompostierbaren Handyhülle“ zu schreiben. Somit ging es, was das Produkt anging, schon sehr gut voran. Einzig das Clean Up Projekt war ohne Kontakte vor Ort sehr schwer aufzubauen. 


Eines Abends sind meine Freundin und ich in Medewi (Bali) ein bisschen mit dem Roller durch die Seitenstraßen des kleinen balinesischen Dorfs gefahren. Wie es der Zufall so wollte, sind wir dabei am Standort von „4ocean“ vorbeigefahren und haben dort kurzer Hand angehalten. Wir lernten dort Bisri kennen — er war einer der Kapitäne von 4ocean und als ich ihm von der Idee mit der kompostierbaren Handyhülle in Verbindung mit einem eigenen Ocean Clean Up Projekt erzählte, war er direkt begeistert.


So haben wir dann im Dezember 2019 damit begonnen, die erste Oceanmata Handyhülle im Onlineshop als Vorverkauf anzubieten, während Bisri in Bali unseren ersten Ocean Clean Up Standort aufgebaut hat.




Hast du schnell und „einfach“ Sponsoren/Unterstützer für Oceanmata gefunden? Wollen Unternehmen etwas für die Umwelt und gegen Plastik tun? 



Während der Studienarbeit haben wir uns eher schwer getan Sponsoren zu finden. Deswegen haben wir dann erstmal mit unserem eigenen Ersparten angefangen. Von ein paar regionalen Firmen haben wir aber durchaus immer wieder kostenlose Materialproben erhalten und konnten zusammen mit der Firma Scheplast die Konzeption eines ersten Serienwerkzeuges angehen. Mittlerweile unterstützen uns regionale Zeitungen und Medien immer ganz gerne, weil sie das Projekt sehr schön finden.



Wie funktioniert das Konzept „Oceanmata“? Kannst du es kurz erklären?


Durch einen Teil der Verkaufserlöse bauen wir ein eigenes Ocean Clean Up Projekt in Bali auf. Unser Versprechen ist es dabei min. 1 KG Ozean Plastik für jedes verkaufte Produkt zu sammeln.



Welches Ziel hat Oceanmata bzw. welches Ziel allgemein verfolgst du damit?


Die große Vision dahinter ist die Ozeane bis 2050 vom Plastikmüll zu befreien. Letztendlich schafft man das nicht nur durch Ocean Clean Ups, sondern nur, wenn jeder Einzelne verantwortungsvoll mit Plastik umgeht.


Was denkst du, ist das Hauptproblem, dass Plastik in den Ozeanen landet? Wie könnte man das Problem lösen bzw. die Situation verbessern?


Produkte aus Einwegplastik sind meiner Meinung nach das größte Problem. In Deutschland wird z. B. der Inhalt des gelben Sackes nur zu einem geringen Teil wirklich recycelt — ein Großteil davon landet entweder in der Müllverbrennung oder gelangt durch Müllexporte in Länder wie Indonesien.


Dort landet der Plastikmüll auf Mülldeponien. Bei stärken Regenfällen, wie es besonders zur Monsunzeit der Fall ist, gelangt der Müll dann häufig über die zahlreichen Flüsse ins Meer. Somit sind auch wir in Deutschland zu einem großen Teil dafür verantwortlich, wenn Plastikmüll ins Meer gelangt.

Wichtig ist es sowohl die Symptome zu bekämpfen, also den Plastikmüll aus den Ozeanen zu sammeln und zu recyceln, als auch im Blick zu haben, dass es gar nicht erst so weit kommt. Das bedeutet im Allgemeinen, Einwegplastikprodukte zu vermeiden und Aufklärung zu betreiben — zum Beispiel an Schulen oder in anderen Einrichtungen Kinder schon früh und gezielt auf die Folgen von Plastikmüll aufmerksam zu machen. Wir starten dieses Jahr damit, Kindern an drei Schulen in Bali eine Schulstunde über Plastikmüll zu ermöglichen.


Was war das Schlimmste, was du am Strand gesehen hast? Oder das schlimmste Verhalten von einem Menschen in Bezug auf Plastik? (z.B. Plastikteil bewusst in die Natur geworfen)



Für mich war das Schlimmste unsere Zugfahrt von Bandung nach Yogyakarta auf Java. Dort habe ich sehr häufig aus dem Fenster gesehen und es gab kaum einen Moment, in dem ich nicht irgendwo in der Landschaft ein Stück Plastik gesehen habe. 

Außerdem verbrennen Einheimische oft ihren Müll hinter ihren Häusern, weil es leider in Indonesien keine angemessene Müllentsorgung gibt.

Was war die schönste Erfahrung, die du mit Oceanmata gemacht hast? Was sind Momente, die dich weiter an dem Konzept und Projekt „Oceanmata“ festhalten lassen? 



Durch das Ziel, die Ozeane bis 2050 von Plastikmüll zu befreien, ist es besonders schön zu sehen, dass mittlerweile sechs Menschen in Indonesien Vollzeit im Ocean Clean Up Projekt arbeiten. Sie kämpfen jeden Tag dafür, einen Unterschied zu machen, sind stolz darauf Teil von Oceanmata zu sein und ihre Ozeane von Plastikmüll befreien zu können. 




Wo würdest du dich und Oceanmata in 5-10 Jahren gern sehen? Gibt es schon neue Ideen, neue Produkte?



Oceanmata soll in Zukunft zu einer weltweiten Bewegung werden, die den Großteil der Erlöse dafür verwendet, innovative Ideen zur Bekämpfung von Ozean Plastik zu entwickeln. Aktuell entwickeln wir eine Flussbarriere, die dazu dienen soll den Plastikmüll bereits vor dem Eintritt ins Meer zu stoppen.

Im Laufe des Jahres werden wir weitere Produkte launchen, an Ideen mangelt es auf jeden Fall nicht — mehr sei an dieser Stelle aber noch nicht verraten.


Was wünschst du dir für die Zukunft bezüglich „Plastik in den Meeren“? z. B. bei politischen Entscheidungen



Müllexporte sollten komplett unterbunden werden. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass zukünftig die Hersteller von Einwegverpackung auch verantwortlich für das Recycling sind. Oder es könnten Steuern bzw. Gebühren für die Produktion von Einwegverpackungen eingeführt werden.


Was kann jeder einzelne besser machen bzw. im bisherigen Verhalten ändern? Wie kann jeder helfen und zur Verbesserung beitragen? Tipps (z.B. für den Alltag)?



Beim Einkaufen kann jeder gezielt darauf achten, Produkte ohne Verpackung zu kaufen oder auch mal in einem Unverpacktladen einkaufen gehen. Letztendlich ist jeder Einkauf ein Stimmzettel — die Lebensmittelindustrie wird immer genau von den Produkten mehr produzieren, bei denen die Nachfrage am Höchsten ist. Es ist schon viel geschafft, wenn jeder Mensch einfach versucht 1% nachhaltiger zu werden und dies immer mehr in seinen Alltag integriert.


Pressekontakt:
team@oceanmata.com

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